Auf einen Blick
| Kriterium | ChatGPT oder Copilot | Eigener KI-Assistent |
|---|---|---|
| Einstieg | Am selben Tag: registrieren, Team einladen, loslegen | Rund 4 Wochen bis zum funktionierenden Pilot |
| Kostenmodell | Lizenz pro Person, bei Business-Plänen rund USD 20 bis 30 pro Person und Monat (ungefähre Listenpreise) | Einmaliger Aufbau, Pilot ab CHF 4'900, danach Betriebskosten wie Hosting und Care ab CHF 290 pro Monat |
| Wissen über Ihr Unternehmen | Nur, was Mitarbeitende einfügen, hochladen oder je nach Plan verbinden | Ihre Handbücher, Verträge, Preislisten und Richtlinien, laufend aktuell |
| Quellen | Antworten klingen oft sicher, ohne zu zeigen, woher sie stammen | Jede Antwort zeigt die Dokumente, auf denen sie beruht |
| Integrationen | Allgemeine Konnektoren, vor allem für Microsoft- oder Google-Umgebungen | Bexio, Abacus, SAP, Ihr CRM oder Ihre eigenen Systeme |
| Datenstandort | Cloud des Anbieters, oft ausserhalb der Schweiz; Business-Pläne trainieren standardmässig nicht mit Ihren Daten | Hosting in der Schweiz oder der EU auf Wunsch, kein Training mit Ihren Daten |
| Wer es nutzen kann | Ihre lizenzierten Mitarbeitenden | Mitarbeitende und auf Wunsch auch Kunden auf Ihrer Website |
Was ChatGPT und Copilot gut können
Allgemeine KI-Werkzeuge sind sehr gut in der täglichen Wissensarbeit: eine E-Mail entwerfen, einen Brief umformulieren, einen Text ins Französische übersetzen, einen langen Bericht zusammenfassen oder Ideen für eine Präsentation sammeln. Der Test kostet wenig, Ihre Mitarbeitenden lernen sie schnell, und wenn Ihr Unternehmen bereits mit Microsoft 365 arbeitet, ist Copilot direkt in Outlook, Word und Teams verfügbar.
Wenn Ihr Team vor allem Unterstützung beim Schreiben und Denken braucht, reicht ein allgemeines Werkzeug oft völlig aus. Das sagen wir auch in unserer kostenlosen Beratung, denn eine eigene Lösung für solche Aufgaben wäre Geld ohne echten Nutzen.
Wo ein allgemeines Werkzeug an Grenzen stösst
- Es kennt Ihre Preisliste, Ihre internen Abläufe oder die Vertragsänderungen vom letzten Monat nicht, ausser jemand gibt sie jedes Mal ein.
- Antworten auf Basis von allgemeinem Wissen können veraltet oder für Ihren Fall schlicht falsch sein, und es ist nicht immer klar, woher sie stammen.
- Es kann ohne zusätzliche Einrichtung keinen Auftrag in Bexio nachschlagen und keinen Kontakt in Ihrem CRM aktualisieren.
- Jede Person formuliert ihre Anfragen anders, die Qualität hängt also davon ab, wer fragt.
- Sie können es nicht kontrolliert auf Ihrer Website einsetzen, um Kundenfragen in vier Sprachen zu beantworten.
Was ein eigener Assistent zusätzlich bietet
Ein eigener Assistent nutzt im Kern die gleiche Art von Sprachmodellen. Der Unterschied liegt in allem, was um das Modell herum gebaut ist: Er durchsucht Ihre eigenen Dokumente und Systeme, wählt die passenden Stellen aus und antwortet mit Quellen, sodass alle die Antwort in Sekunden prüfen können. Er hält sich an Ihre Regeln, beachtet, wer was sehen darf, arbeitet auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch und übergibt an eine Person, wenn er unsicher ist.
Er kann auch Aktionen vorbereiten, etwa eine Antwort an einen Kunden oder eine Buchung für die Buchhaltung. Eine Person gibt frei, was die KI vorbereitet, bevor etwas das Unternehmen verlässt. Dieser Freigabeschritt ist Teil des Konzepts und kein nachträglicher Zusatz.
Kosten über die Zeit
Bei einem allgemeinen Werkzeug zahlen Sie pro Person, die Kosten wachsen also mit Ihrem Personalbestand. Bei einem eigenen Assistenten zahlen Sie einmal für den Aufbau und danach für den Betrieb: Hosting, Modellnutzung und Wartung. Welche Variante günstiger ist, hängt davon ab, wie viele Personen ihn nutzen und wie oft die gleiche Art von Frage auftaucht. Wir behaupten nicht, dass eine eigene Lösung immer günstiger ist. Für ein Team von fünf Personen, das vor allem E-Mails schreibt, ist sie es selten.
Datenschutz und Kontrolle
Beide Varianten lassen sich im Einklang mit dem Schweizer Datenschutzgesetz nutzen, wenn sie richtig eingerichtet sind. Die Business-Pläne der grossen Anbieter bieten vertragliche Zusicherungen, Ihre Daten werden aber in deren Cloud verarbeitet, oft ausserhalb der Schweiz, und Sie sind von deren Bedingungen abhängig. Bei einem eigenen Assistenten bestimmen Sie, wo er läuft, welche Dokumente er nutzen darf und wer welche Antworten sieht.
Unser Fazit
Wenn Ihr Team einen flexiblen Helfer zum Schreiben, Übersetzen und Zusammenfassen braucht, starten Sie mit ChatGPT oder Copilot und legen Sie klare Regeln fest, welche Daten eingegeben werden dürfen. Wenn täglich die gleichen Fragen zu Ihren eigenen Dokumenten auftauchen, Antworten Quellen brauchen oder Kunden auf Ihrer Website Hilfe erhalten sollen, ist ein eigener Assistent die bessere Wahl. In vielen Unternehmen lautet die richtige Antwort: beides, jeweils für das, was es am besten kann.